Fischarzt, Koiarzt, Fischdoc, Fishdoc, Fischkrankheiten, Teichfilter, Dr. Busert
 
 

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Fischarzt, Koiarzt, Fischdoc, Fishdoc, Fischkrankheiten, Teichfilter, Dr. Busert

Allgemein ist zu lesen, dass in der Fischhälterung das anfallende Ammonium zu Nitrit und dieses dann weiter zu Nitrat verstoffwechselt wird. Diese nacheinander ablaufenden Vorgänge werden üblicherweise als Nitrifikation (durch aerobe Bakterien) bzw. Denitrifikation (durch anaerobe Bakterien) bezeichnet. Während Ammoniak und Nitrit als Fischgifte unerwünscht sind, wird Nitrat als Pflanzendünger mit für das Algenwachstum verantwortlich gemacht. Diese Algen können durch ihre CO2 Produktion im Sommer in den Teichen starke tägliche pH Schwankungen bewirken. Diese wiederum lassen aus dem ungiftigen Ammonium (NH4) das giftige Ammoniak (NH3) entstehen. Gerade im Frühjahr sollten also Ammonium / Ammoniak und Nitrit regelmäßig bestimmt werden. Die Folge schlechter Wasserqualität sind geschwächte und lustlose Fische. Bei diesen haben Parasiten und krankmachende Bakterien ein leichtes Spiel. Werden jetzt noch Chemikalien wie z.B. Formalin eingesetzt, so wird das feine Kiemenepithel zusätzlich geschädigt. Die Folgen der Kiemennekrosen treten somit zum Herbst hin deutlicher auf. Die Fische, die den nachfolgenden Winter überleben, sind dann im nächsten Frühjahr schon wieder auffällig. Jedes Jahr nimmt die Reifung der Wasserfilter am Teich im Frühjahr mehrere Wochen in Anspruch!!! Wird dann der Filter zwischendurch noch intensiv gereinigt, so wird der Aufbau zerstört und der Entwicklungsprozess fängt wieder von vorne an.

Was ist zu tun ?
- Wasserwechsel,
- geringerer Fischbesatz und
- angepasstes Füttern
sind dann durchaus eine Überlegung wert !

Filtermanagement.
Bevor ich dieses Thema weiter bespreche, möchte ich zum besseren Verständnis des Status quo einen kurzen historischen Abriss über die Filterentwicklung im Koiteich abgeben: Angefangen hat sie in den 80er Jahren mit der Einführung von Teichfiltern überhaupt. Dann kamen die Bodenabläufe auf, die Teichbeheizung folgte und schließlich das Mehrkammerfiltersystem in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Ein Filter hat im Prinzip 2 Aufgaben:

1. Entfernung von festen Schmutzpartikeln.
Dazu werden mechanische Filter unterschiedlichster Bauart herangezogen. Idealerweise aber sollten die Schmutzstoffe erst gar nicht in den Filter gelangen, sondern getrennt entsorgt werden, z.B. sammelt sich der sinkende Schmutz an einer tiefen Stelle und wird hier in Intervallen abgepumpt.  

2. Entgiftung von im Wasser gelösten Abfallstoffen.
Diese Arbeit kommt dem Biofilter zu.
Dieser verarbeitet die gelösten Abfallstoffe. Diese dienen den Filterbakterien als Nahrung. Diese Bakterien befinden sich in einem Biofilm.

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© 2003 - 2008 Dr. R.P. Busert